Kleine Rotation – zu viele Spiele?

Zwei Spiele – zwei Niederlagen. Die aktuelle Vorbereitung der TBB Trier liest sich fast, wie die letzte Saison der Eisbären Bremerhaven. Bei der Niederlage in Mons und dem Spiel in Charleroi wurde Brian Brown garnicht erst eingesetzt um sich nach einer leichten Verletzung zu schonen. Somit war es am Ende bei beiden Spielen wohl wieder die kurze Rotation, die zu Niederlagen führte.

Die kurze Rotation und die damit verbundenen Probleme ziehen sich nun schon wie ein roter Faden durch die gesamte Sommerpause. Vor allem beim Spiel in Charleroi, bei dem das Schlussviertel mit 9:24 verloren ging, zeigte sich das Problem. Wenn einer der Starter für ein Spiel ausfällt und dann noch jemand in Foulprobleme kommt, fehlen dem Team einfach die Alternativen. Die Youngstars können dies scheinbar in Person von Zirbes und Picard noch nicht bringen. Und der letzte Saison noch für nicht gut genug befundene Richardson scheint an allen Ecken und Enden zu fehlen. Ein weiterer Spieler würde dem Team sicherlich noch gut tun. Yves Defraigne spricht was das angeht aber deutliche Worte:

Wir sind realistisch: Was die Tiefe des Kaders angeht, sind wir limitiert“, sagte der Belgier auf die kurze Rotation angesprochen. „Aber das wussten wir vorher. In der Kaderzusammenstellung mussten wir anhand des Budgets eine Entscheidung treffen, mehr Spielraum haben wir nicht.“ (*)

Trotz Krise und den damit einhergehenden Erscheinungen, wie Etatkürzungen und Stagnation klingen diese Worte nicht besonders glaubhaft. Auch letzte Saison hatten wir eigentlich kein Geld mehr übrig und trotzdem wurden Kevin Houston und Brian Brown zwischendrin verpflichtet. Und wenn man sich mal ansieht, was im Moment in der Liga an Spielern von welchen Teams verpflichtet wird, ist es einfach schwer zu glauben, dass unser Management keine Rücklagen geschaffen hat um noch auf Kaderprobleme zu reagieren. Sonst würde man im Falle einer schweren Verletzung ziemlich alt aussehen.

Die Frage, ob man bei einer so kleinen Rotation so viele Testspiele absolvieren sollte, steht aber natürlich im Raum. Immerhin gab es noch kein Spiel in der Vorbereitung, wo wir wirklich mit allen Spielern der Saison antreten konnten. Einspielen sieht anders aus. Andererseits ist eine solche Vorbereitung natürlich der perfekte Vorgeschmack auf die ersten Wochen der Saison, wo zunächst öfters zwei Spiele pro Woche anstehen. Die Ergebnisse der Testspiele werden Coach Defraigne sicherlich auch egal sein, da er ja um die Begleitumstände weiß. Er wird seine Schlüsse aus den Spielen ziehen und wenn nötig auch entsprechende Konsequenzen. Und wir wollen ja auch nicht vergessen, dass wir schon öfters eine gute Vorbereitung mit vielen Siegen hatten und danach entsprechend schwache Saisons. Meiner Meinung nach ist es sowieso besser eine Mannschaft am Anfang der Saison zu haben, die weiß, dass sie sich jeden Sieg erkämpfen muss, als eine euphorisch, aber auch zufriedene Mannschaft, die meint, ihr würde alles zufliegen.

Die nächsten Wochen bis zum Saisonstart werden auf jeden Fall noch einiges an Diskussionsstoff bieten.

*) Quelle: www.tbb-trier.de

 

Dieser Beitrag wurde unter Römerstrom Gladiators abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Kleine Rotation – zu viele Spiele?

  1. Isiah sagt:

    Eins darf man bei einer schweren Verletzung nicht vergessen: die Krankenkasse übernimmt das Gehalt nach 6 Wochen, vielleicht hat man sogar eine zusätzl. Versicherung, so dass das Gehalt des Spielers direkt wieder verfügbar ist. Man braucht also kein zusätzliches Geld!

     
  2. pforsberg sagt:

    Aber selbst bei einer Verletzung von 4 bis 5 Wochen, in der einer der Spieler nicht spielen kann können das 5 bis 8 Spiele sein, die er verpasst. Da würde eine Nachverpflichtung sicherlich Sinn machen.
    Aber mal abwarten was noch kommt.

     
  3. Pingback: Ein Monat TBB-Blog – ein kleines Fazit « TBB – Trierer Basketballfan Bloggt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.