Neues Quotenziel – oder auch: "Entscheidet Pommer jetzt, oder nicht?"

Heute hat es die Beko BBL verkündet: Es wird in Zukunft keine Feldquote geben und die Positivquote für den Spielberichtsbogen wird auf eine 4/10-Quote ausgeweitet. Langfristig wird es bis zur Saison 2012/2013 auf eine 6/6-Regelung hinauslaufen. Mit dieser neuen Regel kann ich mich sehr gut anfreunden, vor allem finde ich es gut, dass es keine Feldquote gibt. So ist auch der Grundtenor in den Kommentaren bei schoenen-dunk. Wie aber auch schon beim DSF-Deal und beim neuen Namenssponsor BEKO, werden bestimmt auch bald wieder die Stimmen kommen, die entweder sagen:

„Schlechte Regelung – was hat uns Jan Pommer nun wieder eingebrockt?“

Oder natürlich:

„Sehr gute Entscheidung – aber Jan Pommer hatte damit sicherlich nichts zu tun, der ist ja nur der Hampelmann!“

Das wäre an und für sich ja auch kein Problem, jeder kann ja seine Meinung haben. Aber das Schlimme ist, dass es gerne mal genau die gleichen Leute sind, die den Geschäftsführer der BEKO BBL bei positiven Nachrichten einfach ignorieren und bei schlechten Nachrichten für alles verantwortlich machen. Auch anders herum kommt dieses Phänomen vor.
So hieß es beim „Eurosport-Final-Skandal“, dass JP keinerlei Einflussmöglichkeit habe. Als der DSF-Deal veröffentlicht wurde, hatte er aber natürlich alles richtig gemacht. Bei dem Kölner Rückzug hieß es natürlich auch von der anderen Seite, dass Pommer das garnicht erst hätte zulassen dürfen. Nun ist BEKO Hauptsponsor der BBL und damit soll der Geschäftsführer garnichts zu tun gehabt haben.

Dem ein oder anderen wird vielleicht aufgefallen sein, wodrauf ich hinaus will. Ganz davon abgesehen, ob man die Quotenregelung oder alles andere, was in der letzten Zeit in der BBL passiert ist gut findet, oder nicht – wieso ist es immer nötig, sich bei der Diskussion fast nur an der Personalie Jan Pommer auf zu hängen? Manchmal habe ich das Gefühl, dass bei den meisten Themen nicht mehr über die Inhalte diskutiert wird. Die „Pommer-Hasser“ werden immer einen Weg finden, ihn schlecht da stehen zu lassen. Die „Pommer-Jünger“ werden ihn immer verteidigen. So weit, so schlecht.

Bei der aktuellen Diskussion über die Quoten habe ich zum ersten Mal das Gefühl, dass wirklich die Inhalte im Vordergrund stehen. Vielleicht, weil diesmal ganz offensichtlich die BBL-Clubs die Entscheidung getroffen haben und Jan Pommer nur das Ergebnis verkünden durfte. Ich hoffe, dass es zumindest bei dieser Diskussion auch so bleibt und die oben genannten fiktiven Kommentare garnicht erst auftauchen werden.

 

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Ein Kommentar zu Neues Quotenziel – oder auch: "Entscheidet Pommer jetzt, oder nicht?"

  1. Vergessen sollte man bei der ganzen Quoten-Debatte nicht, dass neben der dem Profi-Ligen auch der nationale Verband gefordert ist.

    Die Basis für (Spitzen-)Talente wird nunmal auch ausserhalb der proffesionellen Klubs gelegt. Der DBB hat sich da anscheinend einiges vorgenommen.

    Unterschlagen will ich dabei auf keinen Fall die Erfolge der U-Mannschaften der letzten Zeit. Dort ist eine poitive Entwicklung zuerkenne, welche mehr Einsatzzeit für junge deutsche Talente rechtfertigt.

     

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