Power-Ranking BBL Saison 2010/2011 – April

Das letzte Power-Ranking für diese Saison kommt mit Ende des 29. Spieltages. Es wird richtig heiß in der Endphase der Saison. Die Plätze 16 und 17 sind nur durch den direkten Vergleich getrennt. Zwischen den Plätzen 5 und 11 liegen immer noch gerade ein Mal 3 Siege. Die drei Teams auf den Verfolgerplätzen von Bamberg streiten sich darum, den Meister bis zum Finale zu vermeiden – auch innerhalb von 2 Siegen Abstand. Fünf Spieltage vor Ende der Saison ist fast noch nichts entschieden. Ein Grund mehr, sich das Power-Ranking anzusehen.

1. (1.) Brose Baskets Bamberg Platz 1 Bilanz 27-2 Letzte 5 Spiele: 4-1
Auch die Niederlage in Göttingen ändert nichts daran, dass die Brose Baskets das Maß aller Dinge in der Beko BBL sind. Sie sind jetzt schon sicher Erster der Hauptrunde und genießen somit bis ins Finale Heimreicht in den Playoffs. Das Spiel in Berlin hat eindrucksvoll gezeigt, was für ein Team die Bamberger sind. Egal, wer gerade einen schlechten Tag hat – es sticht immer wieder jemand anderes heraus und übernimmt Verantwortung und Scoring. Die mit Abstand beste Defense der Liga lässt nur einen Schluss zu: Der Titel wird nur über die Brose Baskets vergeben.
2. (3.) Artland Dragons Platz 3 Bilanz 20-9 Letzte 5 Spiele: 5-0
Die Artland Dragons fliegen irgendwie ein wenig unterhalb des Radars. Die ganze Liga spricht über Bamberg, Berlin und Frankfurt – Quakenbrück wird mit seiner grandiosen Saison kaum erwähnt. Vielleicht liegt es daran, dass gegen die beiden „großen“ der Liga, nämlich Bamberg und Frankfurt jeweils beide Spiele verloren wurden. Aber vor allem zu Hause ist das Team von Stefan Koch eines der besseren der Liga. Mit den Dragons wird definitiv in den Playoffs zu rechnen sein – und das nicht nur in Runde eins.
3. (4.) ALBA Berlin Platz 4 Bilanz 20-9 Letzte 5 Spiele: 4-1
Der Muli Katzurin Effekt ist in Berlin angekommen. Zusätzlich dazu haben die beiden Neuverpflichtungen von Taylor Rochestie und Miroslav Raduljica gestochen und Berlin kommt langsam richtig ins Rollen. Das Heimrecht in den Playoffs ist so gut, wie sicher, man muss nur unbedingt versuchen den Bambergern fürs Halbfinale aus dem Weg zu gehen. In einem Finale Berlin gegen Bamberg wäre dann alles für die Albatrosse drin.
4. (2.) Deutsche Bank Skyliners Frankfurt Platz 2 Bilanz 22-7 Letzte 5 Spiele: 4-1
Zuletzt schwächelten die Mannen von Gordon Herbert ein wenig. Im Pokal boten sie eine eher lustlose Performance und im Spiel um Platz drei wurde der Topscorer Deshaun Wood komplett geschont. Somit ist das letzte Wochenende eigentlich ein Muster ohne wert für die Skyliners und den Rest der Liga. Allerdings befürchte ich, dass durch den niedrigen Stellenwert der Veranstaltung für die Spieler der Rythmus gestört sein könnte für die Playoffs.
5. (6.) EWE Baskets Oldenburg Platz 6 Bilanz 17-12 Letzte 5 Spiele: 4-1
Auch die EWE Baskets bringen sich so langsam in Stellung für die Playoffs. Mit 4 Siegen aus den letzten 5 Spielen sind sie bei den heißesten Teams der Liga dabei. Die Playoffs fest im Visier können die Oldenburger sogar noch auf einen Patzer der Konkurrenz hoffen um eventuell ein Heimspiel in der ersten Playoffrunde zu bekommen. Dies ist allerdings ob der aktuellen Form der ersten vier Teams eher unwahrscheinlich.
6. (5.) NY Phantoms Braunschweig Platz 5 Bilanz 17-12 Letzte 5 Spiele: 3-2
Das gleiche, wie für Oldenburg gilt eigentlich auch für Braunschweig. An den Playoffs wird nichts mehr anbrennen und nur wenn die Konkurrenz richtig patzt könnte es noch etwas mit dem Heimvorteil werden. Allerdings haben die Phantome beim Pokalwochenende in Bamberg eindrucksvoll gezeigt, dass in der Post-Season mit ihnen zu rechnen sein wird.
7. (9.) TBB Trier Platz 7 Bilanz 16-13 Letzte 5 Spiele: 3-2
Das Restprogramm ist bis auf das Spiel in Giessen absolut mörderisch. Alleine am kommenden Wochenende geht es erst nach Bamberg, bevor denn die Skyliners nach Trier kommen. Trotzdem spielen die Mannen von Henrik Rödl großartig und hätten es verdient in die Playoffs zu kommen. Zwei Siege müssen dafür auf jeden Fall noch eingefahren werden, besser wären drei. Sollte dieses Wochenende eine Überraschung gelingen bin ich davon überzeugt, dass wir es in die Playoffs schaffen.
8. (10.) BG Göttingen Platz 8 Bilanz 16-14 Letzte 5 Spiele: 3-2
Vier Heimspiele in Folge hatten die Veilchen, von denen sie nur eins verloren. Die letzten vier Spiele werden sehr schwer, auch weil da nur noch ein Heimspiel bei ist – und das gegen ALBA Berlin. Trotzdem kämpfen sich die Göttinger wieder eindrucksvoll zurück ins Rennen und werden meiner Meinung nach den Einzug in die Playoffs noch schaffen.
9. (11.) Eisbären Bremerhaven Platz 9 Bilanz 15-14 Letzte 5 Spiele: 3-2
Für die Teddys wird es weiterhin äußerst eng werden. Vieles, wenn nicht sogar alles wird vom Spiel gegen Göttingen morgen abhängen. Bei einem Sieg stehen die Chancen wieder richtig gut, bei einer Niederlage kann fast schon der vorzeitige Sommerurlaub geplant werden.
10. (8.) EnBW Ludwigsburg Platz 9 Bilanz 15-14 Letzte 5 Spiele: 2-3
Drei Heimspiele stehen zwar noch an, aber an den letzten beiden Spieltagen gehts gegen Bamberg und Frankfurt. Da sieht es fast unmöglich aus, noch die nötigen drei Siege einzufahren. Sollte morgen in Ulm nicht gewonnen werden, war es das wohl auch für die Ludwigsburger.
11. (12.) Telekom Baskets Bonn Platz 11 Bilanz 14-15 Letzte 5 Spiele: 2-3
Mit der Niederlage in Göttingen haben sich die Telekom Baskets wohl endgültig aus dem Rennen verabschiedet. Zwar sind theoretisch noch 18 Siege möglich, aber bei dem Restprogramm mit Braunschweig, Bamberg, Frankfurt und Artland glaubt wohl auch am Rhein niemand mehr an den Einzug in die Playoffs.
12. (14.) ratiopharm Ulm Platz 14 Bilanz 12-18 Letzte 5 Spiele: 2-3
Die Ulmer haben den Abstiegskampf nochmal richtig spannend gemacht. Durch die unerwartete Niederlage in Bayreuth geht es im Keller plötzlich wieder richtig eng zu. Ansonsten ist die wichtigste Nachricht an der Donau die Vertragsverlängerung des Centerbrockens John Bryant. Es wird also schon fleißig am Kader für die kommende Saison gebastelt.
13. (13.) Phoenix Hagen Platz 12 Bilanz 13-17 Letzte 5 Spiele: 3-2
Durch den Sieg in Düsseldorf hat Hagen nun auch endgültig rechnerisch den Klassenerhalt geschafft. Glückwunsch dazu. Nun müssen die Feuervögel nur noch die Saison manierlich zu Ende spielen, auch wenn es eigentlich um nichts mehr geht.
14. (7.) Walter Tigers Tübingen Platz 12 Bilanz 13-17 Letzte 5 Spiele: 0-5
From Hero to Zero könnte man sagen. Loderte noch die kleine Flamme „Playoffhoffnung“, als die Tigers 5 Spiele in Folge gewannen, sind es ab diesem Zeitpunkt direkt 5 Niederlagen in Folge gewesen. Der Playoffzug ist also auch hier bereits abgefahren und die Planungen für die kommende Saison können begonnen werden.
15. (17.) BBC Bayreuth Platz 16 Bilanz 8-22 Letzte 5 Spiele: 3-2
Plötzlich ist der BBC wieder mitten drin im Geschäft. Der sieg in Ulm katapultierte die Wagnerstädter wieder aus den Abstiegsplätzen hinaus und sorgt dafür, dass der Abstiegskampf mindestens so spannend bleibt, wie der Kampf um die Playoffs. Dazu spielt Bayreuth noch in Düsseldorf, wo durchaus ein weiterer Sieg drin ist.
16. (16.) LTi Giessen 46ers Platz 15 Bilanz 8-22 Letzte 5 Spiele: 1-4
Wieder mittendrin statt nur dabei sind die Giessener im Abstiegskampf. Sah es vor ein paar Wochen noch so aus, als würden die Hessen die Saison recht locker über die Bühne bekommen, muss jetzt noch ein weiterer Sieg her um den Klassenerhalt sichre in der Tasche zu haben. Wahrscheinlich kommt es zu einem kleinen Endspiel am vorletzten Spieltag gegen den MBC.
17. (15.) Mitteldeutscher BC Platz 16 Bilanz 7-22 Letzte 5 Spiele: 0-5
Der MBC hat die schlechteste Ausgangsposition aller kämpfenden. Sie haben es aber gewissermaßen noch selbst in der Hand. In Giessen muss gewonnen werden und am besten direkt der direkte Vergleich geholt werden. Selbst dann wäre es aber noch besser noch einen weiteren Sieg zu holen. Die letzten Spiele machen dafür aber ehrlich gesagt wenig Hoffnung.
18. (18.) Gloria Giants Düsseldorf Platz 18 Bilanz 4-24 Letzte 5 Spiele: 1-4
Die Giants sind rein rechnerisch zwar noch nicht abgestiegen, aber an dem Gang in die ProA zweifelt niemand mehr. Das Projekt Düsseldorf ist allerdings noch nicht gescheitert, sondern geht in der zweiten Spielklasse weiter. Wenn man den Gerüchten glauben darf, bleiben die beiden Hauptsponsoren an Bord, so dass es in der ProA eine Art „FC Bayern reloaded“ geben könnte.
 

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3 Kommentare zu Power-Ranking BBL Saison 2010/2011 – April

  1. 9alive sagt:

    Tja, veröffentlich haste das am 7.4, heute, 4 Tage später sieht die Welt echt anders aus. Bremerhaven und Ludwigsburg mit Momentum, Oldenburg muss den Blick nach unten (ungleich raus aus den POs, da braucht es nur noch einen Sieg) aber weg vom Heimrecht und Göttingen hat selbst bei einem Sieg gegen ALBA kaum noch Chancen. Die Karten des MBC sind deutlich besser, das Artland hat schwere Verlust zu ertragen usw usw…
    Diese Liga ist zwar sportlich deutlich schwächer als die beiden letzten Jahren DEUTLICH!!!! aber dafür spannender, hat ja auch was!

     
  2. pforsberg sagt:

    Allerdings. Ich merke auch, dass ich als Wetterfee nur bedingt geeignet wäre, wenn ich mir so einiges an Prognosen ansehe, die ich gestellt habe.

    Es ist aber einfach klasse, dass es in fast allen Fragen immer noch so spannend ist, selbst der abstiegskampf ist nicht – wie früher gerne mal – schon längst entschieden.

     
  3. 9alive sagt:

    und eine weitere Woche später sieht die Welt wieder so aus wie von Dir beschrieben…, ok,. bis auf Trier aber da geht vieleicht noch was…ein PO-Platz, also Heimsieg Trier, Niederlage BH, Niederlage Lubu würde schon irgendwie zu dieser verrückten Saisonin Trier passen…

     

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