Power-Ranking BBL Saison 2010/2011 – November

Die ersten 9 Spieltage sind offiziell vorbei – für manche Mannschaften mehr (Oldenburg, Trier und Artland haben schon 10 Spiele), für die anderen weniger (Tübingen und Berlin haben erst 7 Spiele). Trotzdem ist nun das erste Viertel der Saison vorbei und die absolute Tabelle sagt nicht mehr ausschließlich etwas über die Stärke der einzelnen Teams aus. Daher kommt jetzt hier mein persönliches (natürlich auch mit Trierer Fanbrille geschriebenes) Powerranking der BBL. Hier spielt neben der tatsächlichen Tabellenposition auch die Performance der Teams in den letzten Spielen, sowie die Stärke der jeweiligen Gegner eine Rolle

1. Brose Baskets Bamberg Platz 1 Bilanz 9-0 Letzte 5 Spiele: 5-0
Bamberg marschiert und marschiert und marschiert. Nicht nur das Fehlen des Herbstkrisenthreads bei Schoenen-Dunk weist darauf hin, dass die Brose Baskets perfekt in die Saison gestartet sind. Und sieht man vom Auftakt in Rom ab, läuft es in der Euroleague im Moment auch großartig. Bislang hat das Team von Coach Fleming noch keine Schwäche gezeigt und ist aktuell sicherlich die stärkste Mannschaft der Liga.
2. Deutsche Bank Skyliners Frankfurt Platz 2 Bilanz 7-2 Letzte 5 Spiele: 5-0
Von „Sparliners“ ist im Moment nicht viel zu sehen. Die zwei Niederlagen am Anfang der Saison waren gegen Playoff-Teams. Gordon Herbert hat sein Team mit geringerem Budget augenscheinlich sehr gut zusammengestellt. Immer wieder wechselnde Topscorer zeigen, dass die Mannschaft recht ausgeglichen ist. Heimlich still und leise sind die Skyliners nicht nur in der Tabelle auf Platz 2 geklettert.
3. ALBA Berlin Platz 3 Bilanz 6-1 Letzte 5 Spiele: 4-1
ALBA ist erst spät in die Saison gekommen. Und das lag nicht an der eigenen Leistung. Wenn man von dem Ausrutscher in Ulm einmal absieht, hat das Team von Coach Luka Pavicevic aber bisher alle Ergebnisse geliefert, die nötig waren. Das die Spiele teilweise vom Berliner Publikum als schlecht angesehen wurden, tut dem keinen Abbruch. ALBA festigt sich in der Spitzengruppe .
4. Phoenix Hagen Platz 6 Bilanz 5-4 Letzte 5 Spiele: 2-3
Die Feuervögel spielen sich im Moment regelmäßig in einen Rausch. Auch wenn in Bayreuth und gegen Trier verloren wurde – jeder Gegner hat so seine Probleme mit Hagen, vor allem wenn deren Spielsystem angenommen wird. Oldenburg ist es am Wochenende zu keinem Zeitpunkt gelungen Phoenix den eigenen Spielstil aufzuzwingen. Das wird auch noch andere Teams der Liga ereilen.
5. Eisbären Bremerhaven Platz 7 Bilanz 5-4 Letzte 5 Spiele: 3-2
Der Saisonstart verlief sehr holperig und gegen die Großen der Liga sahen die Eisbären keinen Stich. In den letzten Spielen aber wurde eine positive Bilanz erarbeitet und am Wochenende im Derby die Artland Dragons besiegt. Die Tendenz zeigt bei den Seestädtern in jedem Fall nach oben.
6. TBB Trier Platz 8 Bilanz 5-5 Letzte 5 Spiele: 3-2
Nach zuletzte 3 Siegen in Folge, gab es jetzt 2 Niederlagen hintereinander. Kampfgeist und der Wille sind da, zuletzt hat aber in Berlin ein wenig die Klasse und gegen Bayreuth die Konzentration/Kondition und auch etwas das Glück gefehlt. Jetzt hat die Mannschaft von Henrik Rödl wieder einen normalen Spielplan und immer eine Woche Vorbereitungszeit auf den nächsten Gegner.
7. Artland Dragons Platz 5 Bilanz 6-4 Letzte 5 Spiele: 2-3
Stephan Koch kann nicht ganz zufrieden sein mit seinem Team. Die Pflichtaufgaben wurden allesamt erledigt. Die Teams, die maximal in die Playoffs wollen wurden geschlagen. Jedoch setzte es gegen alle Gegner, die etwas größere Ambitionen haben Niederlagen. Der richtig große Schritt nach vorne ist somit aus meiner Sicht vorerst ausgeblieben.
8. EWE Baskets Oldenburg Platz 4 Bilanz 6-4 Letzte 5 Spiele: 2-3
Man soll eigentlich nicht nach einem Spiel den Stab über einer Mannschaft brechen, aber was die Oldenburger gegen Hagen abgeliefert haben war schon erschreckend. Pünktlichst wurde dementsprechend auch schon der Herbstkrisenthread eröffnet. Aber auch ohne diese Leistung stimmt es bei den Baskets im Moment nicht so richtig. Nach einem sehr guten Saisonstart setzte es zuletzt 4 Niederlagen in 6 Spielen. Große Krisengefahr.
9. ratiopharm Ulm Platz 14 Bilanz 3-5 Letzte 5 Spiele: 3-2
Ein bisschen Wundertüte hat Ulm schon an sich. Da werden den Tübingern 100 Punkte eingeschenkt und danach auch noch ALBA nach Hause geschickt, nur um dann beim MBC keine 50 Punkte zu machen und das Spiel deutlich zu verlieren. Der schlechte Saisonstart wurde erstmal abgewendet und der Rest des Tabellenmittelfelds weiß nicht so richtig in welche Richtung. Ulm dagegen zeigt einen Trend in die richtige Richtung.
10. LTi Giessen 46ers Platz 9 Bilanz 5-5 Letzte 5 Spiele: 1-4
Die Anfangseuphorie kommt in Giessen gerade etwas ins Stocken. Nach einem grandiosen Saisonstart mit 5 Siegen aus 7 Spielen, wurden die letzten drei Spiele teilweise sehr deutlich verloren. Trotzdem ist man in Giessen weiterhin guter Dinge. Allerdings kommen nun einige Brocken, die auch erst einmal aus dem Weg geräumt werden müssen.
11. Telekom Baskets Bonn Platz 11 Bilanz 4-5 Letzte 5 Spiele: 3-2
Die Telekom Baskets gehen im Moment auf dem Zahnfleisch, wenn nicht sogar darüber hinaus. Das Verletzungspech droht sogar die aufsteigende Tendenz des Teams aus den letzten Spielen wieder abzuwürgen. Mit der Verletzung von Nic Wise hatten die Bonner dazu im letzten Spiel keinen BBL-tauglichen Point Guard mehr zur Verfügung.
12. Mitteldeutscher BC Platz 13 Bilanz 3-5 Letzte 5 Spiele: 3-2
Der aktuelle Aufschwung der Wölfe hat einen Namen. Seit Vassil Evtimov wirklich im Team angekommen ist, geht der Trend wieder nach oben. In Trier spielte der MBC noch wie ein klarer Abstiegskandidat, aber mittlerweile geht die Fahrt wieder in Richtung Tabellenmittelfeld – wenn der Trend gehalten werden kann.
13. Walter Tigers Tübingen Platz 12 Bilanz 3-4 Letzte 5 Spiele: 3-2
Ein bisschen Sorgen muss man sich schon um die Tigers machen. Der Saisonstart war schon alles andere als gut. Nun bekam Tübingen am Wochenende zum zweiten Mal hintereinander zu Hause 100 Punkte eingeschenkt. Und auch der Sieg in Düsseldorf war nicht so deutlich, wie man es sich hätte erhoffen können. Die Tigers müssen in jedem Fall zunächst einmal nach unten schauen und versuchen die Konkurrenten um Platz 16 abzuschütteln.
14. NY Phantoms Braunschweig Platz 10 Bilanz 4-5 Letzte 5 Spiele: 1-4
Eigentlich sind die Phantoms gut in die Saison gekommen. Aber zuletzt blieben die guten Ergebnisse aus. Immerhin konnte die Serie aus 4 Niederlagen in Folge in Giessen beendet werden. Jetzt müssen die Braunschweiger zeigen, dass sie die Mini-Krise weggesteckt haben und wieder nach vorne angreifen wollen.
15. BG Göttingen Platz 16 Bilanz 3-6 Letzte 5 Spiele: 2-3
Der „Guard-Terror“ zieht nicht mehr so gut. Die Liga scheint sich auf das Göttinger System mittlerweile eingestellt zu haben. So läuft nach 3 Niederlagen am Anfang der Saison und der scheinbaren Erholung mit zwei Siegen wieder eine Niederlagenserie mit 3 Spielen in Folge. Und wenn Göttingen nicht so langsam wieder in die Spur findet, muss das Saisonziel erheblich nach unten korrigiert werden.
16. BBC Bayreuth Platz 17 Bilanz 3-7 Letzte 5 Spiele: 2-3
Der Aufsteiger ist in der Beko BBL angekommen. Nachdem der Saisonstart relativ schlecht gestaltet wurde, hat sich die Truppe von Andreas Wagner gesteigert und konnte die bisherigen Überraschungsteams aus Hagen und Trier bezwingen. Dazu hat Bayreuth mit Berlin, Artland und Bonn schon drei selbsternannte Playoffkandidaten als Gegner gehabt.
17. EnBW Ludwigsburg Platz 15 Bilanz 3-6 Letzte 5 Spiele: 2-3
Die stark ersatzgeschwächten Bonner waren ein gern genommener Gegner für Ludwigsburg. Die eigenen Fans müssen hoffen, dass die Mannschaft aus diesem Sieg das nötige Selbstvertrauen getankt hat um im Abstiegskampf weiter zu bestehen. Das wird sicherlich nicht einfach und in den nächsten Wochen kommt auch nicht nur Laufkundschaft vorbei, sondern durchaus Teams, die um die Playoffs mitspielen wollen.
18. Gloria Giants Düsseldorf Platz 18 Bilanz 0-8 Letzte 5 Spiele: 0-5
Bei der Niederlage gegen Giessen nach Verlängerung dachte man, jetzt wären die Düsseldorfer in der Liga angekommen. Dann folgte eine weitere Niederlage gegen Tübingen und der Blow-out in Berlin, wo die Rheinländer nicht den Hauch einer Chance hatten. Im Moment kann man sich keine Mannschaft vorstellen, die die Düsseldorfer so richtig vor Probleme stellen würden. Und die anderen Teams sammeln schon fleißig Punkte für den Klassenerhalt. In Murat Didins Team muss sich schnellstens etwas tun, sonst wird Düsseldorf ohne Glanz, aber mit Gloria den Gang in die Pro A antreten müssen.
 

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4 Kommentare zu Power-Ranking BBL Saison 2010/2011 – November

  1. 9alive sagt:

    Beim Powerranking gibt es eigentlich kein richtig oder falsch, es spiegelt die subjektive Einschätzung (anders als die objektive Tabelle) des Autors wieder.
    Eine kleine Anmerkung habe ich aber dennoch und wer erwartet, dass ich Göttingen jetzt „weiter oben“ sehe muss enttäuscht werden, nein, es ist lediglich die Begründung die aus meinen Augen falsch ist:
    Es muss nicht heissen:

    Der “Guard-Terror” zieht nicht mehr so gut. Die Liga scheint sich auf das Göttinger System mittlerweile eingestellt zu haben.

    Sondern:
    In GÖTTINGEN ziegt der Guardterror nicht. Der ist weitergezogen! Konnte das Lila nicht mehr sehen! Fühlt sich als Feuervogel geiler!!!! Die LIGA hat allerdings weiterhin WENIG Einstellung zu der Nummer gefunden!

    verstehste?

     
  2. pforsberg sagt:

    Beim ersten Spiel in Trier sah das schon nach dem bekannten „Guard-Terror“ von Göttingen aus. Daher ging ich davon aus, dass dem immer noch so ist und nur die Gegner bei der BG nun wissen, wie sie zu knacken ist.

    So wie Hagen das im Moment macht, wirkt es natürlich wieder gegen die meißten Teams. Wenn man es dann aber so wie Trier schafft, dass Phoenix eben nicht so ins Rollen kommt, sondern einen langsameren Spielstil spielen muss, dann ist auch das „System“ zu knacken.

     
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  4. 9alive sagt:

    Ohne Frage ist das System „zu knacken“, sonst wären ja WIR Meister…

    Nach jeder Götinger Niederlage letztes Jahr waren wir müde und die Liga hat sich auf „das System“ eingestellt – beides Unfug!

    Es ist nicht wichtig, ein PowerRanking ist halt ein PowerRanking, war mir nur aufgefallen und mir war langweilig! Mit „Herz“ spielen, nix anderes ist nämlich die Stärke von Göttingen gewesen, ist das Erfolgrezept, Teamplay etc, genau das was bei underperformern immer vermisst wird – ob man das mit 5 Guards oder 5 Center spielt ist Latte, Guard-Terror steht für dieses Herz, mehr nicht.

    Ein Lou Campell ist ein herrauragender Basketballer, der würde sich aber nie in einem solchen System aufreiben, ist ihm zu anstrengend, wenn die individuellen Fähigkeiten das erlauben – gut so – wenn man lediglich denkt man habe die individuellen Fähigkeiten und habe es deswegen nicht nötig (s. Göttingen der letzten Wochen) taugt das beste System nix…

    Wie auch immer, Dein Ranking finde ich gut – die Veränderung im Laufe der Saison werden aber dramatisch, deswegen ist es ja auch eine Momentaufnahme!

     

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