Ja, ich spüre das Dribbeln!

Noch genau eine Woche dauert es, bis die Trierer Fans wieder in die Arena pilgern werden und die neue Beko BBL Saison los geht. Somit ist es auch Zeit, meiner Vorfreude auf die neue Saison Worte zu verleihen. Die kommende Saison verspricht einiges an Überraschungen – nicht nur in Trier.

Doch beginnen wir beim aktuellen Team der TBB. Nachdem ich es nun geschafft habe, zwei Vorbereitungsspiele zu sehen und nach den Eindrücken, die sonst in diversen Foren geschildert wurden ist meine anfängliche Meinung bestätigt: Die kommende Saison wird eine sehr schwere, aber sie wird uns richtig viel Spaß bereiten. Ich will dabei gar nicht groß auf einzelne Spieler im Trierer Trikot eingehen. Denn dies wird dem Beobachter auch während der Saison schwer fallen. Auch wenn die Spieler natürlich ihre eigenen Stärken und Schwächen haben, diese zwölf Spieler, die für die TBB auf dem Parkett stehen sind ein Team.

Wenn man sich den Kader der letzten Saison mal betrachtet und ihn mit dem aktuellen Kader vergleicht fällt es schon auf. Wenn ein Jamal Shuler oder ein Chris Copeland fehlten oder keine Leistung brachten, war das Spiel schon fast verloren. Die Mannschaft konnte offensiv den Ausfall eines Leistungsträgers nicht kompensieren und defensiv war sie sowieso nicht in der Lage ein Spiel zu gewinnen. Die aktuelle Mannschaft sieht da schon anders aus. Es gibt zwar einige Spieler, die sich in den Scoutings immer wieder als Topscorer hervortun, aber nicht in dem extremen Maße, wie noch letzte Saison. Die Hauptscoringlast wird sicher von Zwiener, Stewart und Joyce getragen werden. Dahinter werden Evans, Zirbes, Fassler und Dojcin immer wieder Punkte abliefern. Aber wenn einer oder zwei dieser genannten ausfällt, können die anderen mannschaftlich in die Bresche springen.

Dazu kommt die Defense. Diese Mannschaft sieht ihr größtes Potential ein Spiel zu gewinnen in der eigenen Verteidigung. Und diese Defense sah auch in den Vorbereitungsspielen über weite Strecken gut aus. Alle Spieler (ausgenommen Evans) haben die Möglichkeit, ihren jeweiligen Gegenspieler vom Korb wegzuhalten. Dazu wird am eigenen Korb sehr konsequent ausgeboxt. Beim Spiel in Esch musste der Gegner sehr oft schlechte Würfe nehmen, weil die Wurfuhr runtergetickt war. Auch die Zonenverteidigung inklusive Zonenpresse sieht schon recht gut aus. Auch wenn Rödl während dieser Verteidigungsform viel am gestikulieren ist und seine Spieler an die richtigen Positionen manövriert.

Aber schauen wir doch nun erstmal auf den Saisonstart der TBB. Durch den Heimspieltausch mit Göttingen und die Euroleague Qualifikation von ALBA Berlin wird die TBB mit drei Heimspielen in die neue Saison starten:

03.10.2010 – 17:00 Uhr – TBB Trier : BG Göttingen
Der erste Spieltag wird es direkt in sich haben. Man weiß nie, was man von Göttingen erwarten kann. Daher sollte man gegen diese Mannschaft eigentlich fast von einer Niederlage ausgehen. Der Göttinger Spielstil beinhaltet vor allem knallharte Defense und den sogenannten „Guard-Terror“. Da stehen gerne einmal drei oder vier gegnerische Guards auf dem Feld. Dazu wechselt John Patrick gerne auch mal drei oder vier Spieler auf einmal aus und hat oftmals schon nach 6 oder 7 Minuten die komplette Rotation ein mal auf dem Feld gehabt. Das macht es für den Gegner unheimlich schwer, sich auf die Göttinger einzustellen.

Meine Prognose: Niederlage wegen des unbequemen Spielstils der Göttinger und der Nervösität unseres Teams im ersten Saisonheimspiel.

08.10.2010 – 20:00 Uhr – TBB Trier : WALTER Tigers Tübingen
Die Tübinger werden wohl eher einen „normaleren“ Stil spielen, als Göttingen. Trotzdem finde ich es sehr schwer, sie einzuschätzen. Viele große Namen der vergangenen Saison sind weg (Nadjfeii, Jenkins, Travis), aber es sind auch klangvolle Namen hinzugekommen (Kashirov, Oliver). Ich bin persönlich sehr gespannt auf die Leistung von Johannes Herber, der in den letzten Jahren das Verletzungspech nur so an sich kleben hatte.

Meine Prognose: Ein Knapper Sieg, da die TBB ihren Stil herunterspielen kann und damit die Tübinger ausreichend nervt.

14.10.2010 – 20:00 Uhr – TBB Trier – Mitteldeutscher BC
Auf den MBC wartet das „verflixte zweite Jahr“. Um ein Haar hätte es letzte Saison sogar für eine Playoffteilnahme gereicht. Nun muss das Team von Coach Harmsen zeigen, dass die letztjährige Leistung keine Eintagsfliege war. In Michael Jordan haben die Weißenfelser einen erfahrenen Mann als Kapitän, der das Offensivspiel der Wölfe komplett lenken soll. Wenn die TBB ihn ausschalten kann, könnte auch hier ein Sieg drin sein.

Meine Prognose: Sieg, weil Jordan nicht zum Zuge kommt und wir vorne viele Punkte markieren können.

Natürlich ist bei den Prognosen eine Menge Vorfreude und TBB-Brille dabei, trotzdem bin ich relativ optimistisch für die ersten Spiele. Vielleicht ist es auch ganz gut, dass wir erst gegen ALBA spielen, wenn sich unser Team etwas mehr gefestigt hat.

In jedem Fall. Ich kann kaum erwarten, bis es endlich richtig los geht. Und um den Slogan der BBL aufzugreifen: JA, ich spüre das Dribbeln!

 

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3 Kommentare zu Ja, ich spüre das Dribbeln!

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