Saisonvorschau 2009/2010 #3: Die Center

Zu wenige Spieler mit BBL-Format? Das ist die Frage, die die Trierer Fans im Moment am meisten beschäftigt. Während auf den Guard-Positionen die Hausaufgaben gemacht erscheinen, sieht es bei den Forwards und den Centern in der Richtung etwas mau aus. Drei Spieler bleiben noch übrig, die vorgestellt werden müssen – die lange Garde der TBB Trier.

#4 Maksym Shtein (C – 206 cm – 106 kg – 29 Jahre – Letztes Team: Deutsche Bank Skyliners Frankfurt (GER))

Unter Murat Didin in Frankfurt wurde Maksym Shtein nie so wirklich glücklich. Ironischerweise machte er vor zwei Jahren im Skyliners-Dress sein bestes Spiel der Saison gegen die TBB Trier. Da er als Deutsch-Ukrainer den deutschen Pass besitzt, tut er der Erfüllung der Quote gut. Offensiv ist „Thunder-Max“ in der letzten Saison immer wieder positiv aufgefallen, vor allem in der Zeit, in der er Verantwortung übernehmen musste, als George Evans verletzt war. Defensiv allerdings kommt er gerne mal den berühmten Schritt zu spät. Und zum Rebound-Monster wird er sicherlich auch nicht mehr werden. 2,8 Rebounds pro Spiel lassen eigentlich nicht wirklich auf einen Brettcenter schließen. Davon abgesehen ist Maksym aber einer, der gute Laune auf und neben dem Feld versprüht und sich auch um Kontakt mit den Fans bemüht. So wird er auch in dieser Saison wieder einen guten Back-Up für George Evans geben, oder wenn Yves Defraigne groß spielen will mit Evans ein Center-Duo unter dem Korb repräsentieren.

#21 George Evans (C – 203 cm – 110 kg – 38 Jahre – Letztes Team: Dexia Mons-Hainaut (BEL))

George Evans ist mit 2,03 m Körpergröße sicherlich kein Gardecenter, der sich alle Rebounds im Stehen schnappen kann. Aber mit seinen 38 Jahren und seiner Erfahrung ist er abgebrüht genug, um die meisten Center der Liga offensiv vernaschen zu können. Letzte Saison sah man ihm regelrecht an, wie sehr es ihm wehtat, dass er in den ersten Spielen nicht mitwirken konnte. Als er dann zum Team stieß, merkte man direkt, wie sehr er der Mannschaft helfen kann. Probleme bereiteten ihm in der letzten Saison gerne mal vermeintlich einfache Korbleger. Da er nun aber eine halbe Saison und eine ganze Vorbereitung hinter sich hat, gehe ich davon aus, dass er in dieser Hinsicht dieses Jahr eine abgebrühtere Leistung abliefern kann. So wie auch Maksym Shtein, hat der „Sarge“ große Probleme beim Rebound. Er hat dort zwar bessere Werte als Shtein, aber 3,6 Rebounds pro Spiel sind auch nicht eben furchteinflößend. Defensiv fiel Evans öfters durch unnötige Fouls und lamentieren mit den Schiedsrichtern auf. Nun sollte er aber soweit in der BBL angekommen sein, dass er sich einige Fouls verkneifen kann. Dies wäre auch angesichts der angespannten Personalsituation zu begrüßen.

#24 Maik Zirbes (PF/C – 205 cm – 125 kg – 18 Jahre – Letztes Team: TBB Junior Team (NBBL, GER))

Maik startet in seine erste Saison als Vollprofi. Er hat definitiv das Zeug und Talent dazu, sich in die Rotation hinein zu spielen. Und damit sollte er sich auch nicht all zu viel Zeit lassen. Denn wenn Evans und/oder Shtein in Foulprobleme kommen, dann muss das junge Centertalent einspringen. Zirbes wird wahrscheinlich vornehmlich auf der Power Forward Position eingesetzt werden, als Back-Up für Chris Copeland. Eine Prognose zu seiner Leistung kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeben. Aber man sollte die Entwicklung eines ehemaligen TBB-Spielers im Hinterkopf behalten. Nach guten und couragierten Leistungen in der BBL wurde er vom Nationalcoach in die A2-Nationalmannschaft berufen und verbrachte nahezu den gesamten Sommer im DBB-Team. Dadurch verpasste er große Teile der Vorbereitung bei der TBB und bekam in der folgenden Saison keinen Fuß mehr auf den Boden. Schlussendlich wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert und er ging zurück zu seinem vorherigen Verein. Falls es jemand noch nicht gemerkt hat, ich spreche von Christian Hoffman. Es wird an Maik liegen, ob er eine bessere Entwicklung hinlegen wird. Dazu sollte er außerhalb des Feldes auf dem Boden bleiben und es in den nächsten zwei Jahren schaffen sich in der BBL durch zu setzen.

Fazit:

Wenn die TBB in dieser Saison neben der kleinen Rotation ein Problem haben wird, dann werden es die Rebounds sein. Beide etatmäßigen Center kamen in der letzten Saison zusammen nicht über 6 Rebounds pro Spiel hinaus. Zum Vergleich: Jamal Shuler kam in der letzten Saison auf 4,3 Rebounds pro Spiel und wurde letztes Jahr überwiegend auf der Position Zwei eingesetzt.
Offensiv mache ich mir nicht so große Sorgen bei unseren langen Jungs. Durch die individuellen Stärken unter den Brettern werden jenseits der Dreierlinie öfters größere Löcher frei werden, die unsere Schützen nutzen können. Defensiv wird sicherlich öfters mal der ein oder andere Zentimeter fehlen, um gegen die ganz Großen der Liga mithalten zu können.

 

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3 Kommentare zu Saisonvorschau 2009/2010 #3: Die Center

  1. Isiah sagt:

    Insgesamt stimme ich zu, auf den Positionen 4 und 5 sind wir m.E. schon ganz gut besetzt.

    Nur den Vergleich Hoffmann – Zirbes würde ich nicht machen. Hoffmann ist deutlich älter und Zirbes hat wesentlich mehr Talent.

     
  2. MisNetz sagt:

    Grüß Dich. Kannst du mir bitte erzählen, wie dein Theme heißt? Ich möchte das gerne auch für unsere Seite nehmen. danke im Voraus.

     
  3. pforsberg sagt:

    Das Theme heißt „Almost Spring“ von Becca Wei. Hoffe dir geholfen zu haben 🙂

     

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