Weihnachten funktioniert

Heute hat es geklappt, dass die TBB eine Verpflichtung selbst ankündigt und auch selbst veröffentlicht. Auch wenn der Name Philip Zwiener bereits im Vorfeld einige Male genannt wurde, waren es doch nicht als halbgare Vermutungen, die durch den Internet-Äther strömten. Nun wurde es also von der TBB auf Facebook und Twitter vermeldet – einige Minuten später war die Meldung auch auf der TBB Homepage online.

Nun ist also ein weiterer deutscher Spieler in Trier. Bei Philip Zwiener handelt es sich eigentlich sogar um den Prototypen eines Spielers, der ins deutsche Konzept der TBB passt. O-Ton Lothar Hermeling:

„Philip ist unser Wunschkandidat auf der Position des Small Forward und als Starter eingeplant. Wir sind sehr stolz, dass wir einen deutschen Spieler seines Formats vom Trierer Konzept überzeugen konnten.“

Das klingt alles recht logisch. Nach dem enttäuschenden letzten Jahr in Berlin dürfte Zwiener nicht der teuerste deutsche Spieler der Liga sein. Allerdings denke ich, dass es einige Mitbewerber um ihn in der Liga gegeben haben dürfte, evtl auch ein ganz bestimmter aus der Pro A. Wenn man Zwieners Statement glauben darf, waren jedoch nicht die monetären Argumente der entscheidende Faktor für seine Entscheidung:

„Die TBB ist mit ihrem neuen Konzept ein perfekter Ort für junge Spieler, um sich weiter zu entwickeln und dabei gleichzeitig Verantwortung zu übernehmen. Ich habe die Zeit in Berlin sehr genossen, aber sehe jetzt für mich den richtigen Zeitpunkt für einen neuen Lebensabschnitt in einer neuen Stadt. Und ich bin zuversichtlich, dass wir hier zusammen erfolgreichen Basketball spielen können.“

Zwiener ist als Starter eingeplant auf der SF-Position. Damit ist er bereits der zweite deutsche Spieler, der ordentliche und wichtige Spielzeit (die Amis sprechen von „Quality-Time“) erhalten wird. Über den Daumen gepeilt sieht es also nach 20+ Minuten aus. Bei ALBA als reiner Rollenspieler machte er letzte Saison in durchschnittlich 8:49 Minuten 2,5 Punkte und holte 1,1 Rebounds pro Spiel (Quelle: BBL-Homepage). Mit mehr Verantwortung und mehr Minuten düfte bei der TBB milchmädchenhaft gerechnet ein Wert von etwa 6 bis 7 Punkte und 3 bis 4 Rebounds herauskommen. Falls das wirklich so eintrifft, hoffe ich übrigens, von irgend wem auf ein Bierchen in der Arena eingeladen zu werden.

Der aktuelle Kader sieht nun also (mit meinen Einschätzungen der Leistungsfähigkeit etc.) folgendermaßen aus:

xxx / xxx / xxx
xxx / xxx / xxx
Zwiener / xxx / Picard
Dojcin / xxx / Andreev
xxx / Zirbes / xxx

Auf den großen Positionen sieht der Kader also eigentlich schon recht ordentlich aus. Ein Center mit Durchschlagskraft und ein Backup auf Position 4 fehlen da noch. Dort sollte man den Kader sicherlich auch schnellstmöglich voll bekommen, denn wie wir alle wissen, kostet auf den großen Positionen jeder Zentimeter noch ein Stückchen mehr Geld. Des Weiteren fehlen noch mindestens zwei deutsche Spieler, vorzugsweise auf den Guard-Positionen. Ist Per Günther in Ulm eigentlich glücklich? Ob Daniel Hein vielleicht als Defensiv-Spezialist nach Trier kommen will? Und da schwirrte ja noch ein Name durch die Gegend namens Oskar Fassler …

Der Gruebler war sogar etwas schneller als ich mit seinen Gedanken zum Zwiener-Wechsel. Viel Spaß bei der Lektüre!

Die Agentur von Zwiener, Lumani hat ein Interview als Video veröffentlicht:

 

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